Stellungnahme zum Grundstücksstreit

Der Bürgermeister hatte 2012 Gelegenheit den Bahnhof als Ganzes zu kaufen und lehnte brüsk ab. Nachdem ich den Bahnhof Ende 2012 kaufte und voll bezahlte, wollte er einen vitalen Teil des Gebäudes faktisch enteignen, indem er versuchte mich zu zwingen, diesen 160qm Teil für einen Euro/qm an ihn abzutreten, obwohl das Grundstück selbst ohne Bebauung einen Richtwert (von sogenannten Experten des Kreises) zwischen 250 und 300 Euro pro qm hat. Nachdem die Sache nun vor dem Landgericht in einem Zivilprozess ist, setzte eine beispiellose Verfolgungskampagne der Stadt ein.

Tatsächlich will der Bürgermeister Dr. Görtz nicht nur für die Nutzung nicht zahlen, sondern auch nicht die Nebenkosten, die jeder ordentliche Mieter zahlen muss; ja nicht einmal die Grundsteuer des von ihm nunmehr seit zwei Jahren völlig entgeld- und vertragsfrei genutzten Teils erlässt oder ersetzt er. Er nutzt also das Grundstück UND ich muss noch dafür zahlen. Das ist Raffgier par excellence.

Seine "Verhandlungen" hatte er damit begonnen, dass er mich allein unangekündigt einem Konferenztisch von 10 Gefolgsleuten gegenüber setzte und behauptete, ich müsste ihm das Grundstück schenken oder besser noch für immer auf meine Kosten gratis nutzen lassen. Meine Idee von Verhandeln ist Geben und Nehmen, seine ist nur Nehmen. Insofern blieb nur der Weg zu den Gerichten.

Für ein Vorkaufsrecht braucht es nicht nur einen angemessenen Wertersatz, der sich am Kaufpreis bemisst, - und das ist sicherlich NICHT ein Euro -, und auch nicht nur ein 'öffentliches Interesse', wie er behauptet, sondern ein "zwingender !!! öffentlicher Grund". Der ist sicherlich NICHT gegeben, aber das ist für die Richter zu entscheiden. Die Methoden des Bürgermeisters lassen erkennen, dass er den Rechtsstreit wegen seiner schlechten Aussichten nicht abwarten will.

Es geht auch NICHT darum, keine Fahrräder mehr zu parken solange der Bahnhof als solcher besteht, wie der Bürgermeister fälschlich behauptet, sondern es geht um die Zeit und die Nutzung danach und darum, wer für die Kosten der Nutzung aufkommt, wie zum Beispiel die anteilige Grundsteuer und Strassenreinigung. Die Kosten können schliesslich nicht bei mir hängenbleiben.

Radfahrer sind Kunden der Bahn und Bürger der Stadt, aber sie sind NICHT meine Mieter. Der vertragsfreie Nutzer ist die Stadt und die muss für die Nutzung zahlen oder zumindest die von ihr selbst verursachten Kosten, wie Grundsteuer, erlassen, wenn sie den Anspruch auf Nutzung erhebt. Zahlungen sind seit zwei Jahren überfällig. Kommuniziert wird dort ausschliesslich im Wege von BehördenDrohungen auf Papier.

Ich kann nichts dafür, dass das 'seit Jahrzehnten so war', wie der BM Görtz behauptet und ich habe damit nichts zu tun. Wenn er den Status Quo Ante erhalten will, muss er das auf seine Kosten tun, nicht auf meine Kosten und auf meinem Rücken.

Nach der Entwidmung des Bahnhofes und Inbetriebnahme des neuen Bargteheider S-Bahnhofes ab ca. 2021 brauche ich diesen Grundstücksteil dringend auch über der Erde, um den alten Bahnhof als Baudenkmal zu erhalten. Auch Denkmalschutz ist übrigens ein öffentliches Interesse.

Stephan Gloge 0172-446-8783

Politik ist ein schmutziges Geschäft
Abriss der Verfolgungen durch den Bürgermeister und seine Behörden.